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Die Geschichte unserer Mumme

1492 begann man mit der Produktion der Braunschweiger Mumme und bis etwa 1700 spielte die Produktion von Bier hier die Hauptrolle. Von Braunschweig aus entstand ein reger Handel mit Mumme über Hamburg und Bremen nach Großbritannien, Indien und den Niederlanden.

1603 Ein handelspolitischer Streit zwischen Braunschweig und Bremen begann und er dauerte fast 100 Jahre. Aufgrund des hohen Absatzes von Mumme wurde von den Bremer Bürgern die Durchfuhr der Mummetransporte zuerst verweigert und später mit einer hohen Steuer (pro Faß 1 bis 1 1/2 Reichstaler) belegt. Nach zahlreichen gescheiterten Versuchen seitens Braunschweig einigte man sich 1614 auf eine Steuer von einem 1/2 Reichstaler pro Faß. Der Verkauf der Mumme wurde fortan den Bremern überlassen.

1618-38 wurde der Streit durch den 30 jährigen Krieg unterbrochen.

1649 wurde das Durchfuhrverbot durch Bremen aufgehoben. 1675 Braunschweig stand mittlerweile unter der Herrschaft Herzog Rudolph August. Dieser war sehr an der Hebung des Handels seiner Hauptstadt Braunschweig interessiert und unterstützte den Export von Mumme. Durch ihre gute Haltbarkeit diente diese gleichzeitig als Proviant auf den Handelsschiffen und erhielt so Ihren Namen Segelschiffmumme.

1712-19 Während dieser Zeit sank der Absatz der Mumme so rapide, dass man den Handel gänzlich einstellen mußte. In der Mitte des 18. Jahrhunderts findet man in den Adressbüchern Braunschweigs unter 10 Brauereien nur noch 2 die Mumme brauen. Dies sind die alte und angesehene Brauerei Nettelbeck und die Firma Franz Steger (die stellte Ihre Produktion 1954 ganz ein). Die Brauerei H.Nettelbeck KG hatte zu dieser Zeit Ihren Standort im alten Fachwerkhaus Hinter den Brüdern 18.

1944 wurde das Gebäude im Krieg durch Bomben vollkommen zerstört.

1949 nahm man die Produktion in Braunschweig-Melverode 118 (heutige Bezeichnung: Leipziger Str. 184 in Braunschweig-Stöckheim) wieder auf. Der Braunschweiger Lotterie-Einnehmer Leo Basilius übernahm das Rezept von den Geschwistern Nettelbeck. Bis heute wird die Braunschweiger Mumme von der Familie Basilius, mittlerweile in der 3. Generation von Herrn Christian Basilius produziert und vertrieben.